Thema 13 — Optik und Wellenphaenomene
Geschichte des Lichts · Photoeffekt · Grundlagen der Wellenphysik · Wellentypen · Interferenz & Beugung · Welle-Teilchen-Entsprechung · drei Bereiche der Optik
Kapitel
- 13.1 Geschichte des Lichts
- 13.2 Photoeffekt — Schulversuch
- 13.3 Grundlagen der Wellenphysik
- 13.4 Wellentypen
- 13.5 Interferenz und Beugung
- 13.6 Welle-Teilchen-Entsprechung
- 13.7 Drei Bereiche der Optik
- 13.8 Das elektromagnetische Spektrum
- 13.9 Akustik: Ton, Geräusch, Lautstärke
Selfcheck
- Vergleiche Newtons und Huygens' Lichttheorie. Wer hatte bei der Lichtgeschwindigkeit in Glas recht?
- Nenne die Schlüssel-Etappen der Lichtforschung (Young, Foucault, Maxwell, Planck, Einstein).
- Beschreibe den Photoeffekt-Schulversuch. Warum wirkt nur UV, nicht sichtbares Licht?
- Definiere Elongation, Amplitude,
, , . Wie hängen , , zusammen? - Unterscheide Transversal- und Longitudinalwelle mit je einem Beispiel.
- Wann ist Interferenz konstruktiv, wann destruktiv? Was ist Beugung?
- Wie misst man mit dem Gitter die Wellenlänge (
)? Welche Farbe hat die größte ? - Wie entsprechen sich Farbe/Helligkeit im Wellen- und im Teilchenbild?
- Nenne die drei Bereiche der Optik mit ihren Bedingungen (
vs. ). - Wie begründete Maxwell, dass Licht eine EM-Welle ist? Was trugen Hertz und Marconi bei?
- Warum ist Schall in Luft zwingend longitudinal? Welcher Beleg zeigt, dass Licht transversal ist?
- Ordne das elektromagnetische Spektrum von langwellig bis kurzwellig. Was haben alle Bereiche gemeinsam? In welchem Wellenlängenbereich liegt das sichtbare Licht?
- Wie hängen
, und die Photonenenergie durch das ganze Spektrum zusammen? Wo stehen die hochenergetischen Photonen der kosmischen Strahlung? - Was ist Schall physikalisch, und wie schnell ist er in Luft? Unterscheide Ton, Klang, Geräusch.
- Wovon hängen Tonhöhe und Lautstärke ab? Warum klingt dieselbe Note auf zwei Instrumenten verschieden?
- Warum misst man die Lautstärke in Dezibel (logarithmisch)? Nenne grob Hör- und Schmerzgrenze.
§§ANTWORTEN
- Newton: Licht = Teilchen (Korpuskeln),
in Glas größer als . Huygens: Licht = Welle, in Glas kleiner, erklärt auch Beugung. Bei der Lichtgeschwindigkeit in Glas hatte Huygens recht (1856 von Foucault bestätigt). (§13.1) - Young (1801, Doppelspalt → Interferenz, pro Welle); Foucault (1856,
in Flüssigkeit); Maxwell (1860, Licht = EM-Welle); Planck (1900, ); Einstein (1905, Photoeffekt → Photonen). (§13.1) - Eine negativ geladene Zinkplatte wird mit UV bestrahlt und entlädt sich (Elektronen werden ausgelöst). Sichtbares Licht wirkt nicht, weil seine Photonenenergie
zu klein ist — selbst bei hoher Intensität (Intensität = nur mehr Photonen). (§13.2) - Elongation = momentane Auslenkung; Amplitude = max. Auslenkung;
= Abstand gleicher Schwingungszustände; = Schwingungen/s; . Zusammenhang: . (§13.3) - Transversal: Auslenkung senkrecht zur Ausbreitung (z. B. EM-/Wasserwelle). Longitudinal: Auslenkung parallel (z. B. Schallwelle). (§13.4)
- Konstruktiv bei
(Berg+Berg), destruktiv bei (Berg+Tal). Beugung = Abweichung der Wellenausbreitung von der Geradlinigkeit an Spalt/Hindernis. (§13.5) - Farbfilter vor die Quelle, Abstand
zwischen 0. und 1. Maximum am Schirm messen; bei kleinem Winkel , also . Die größte Wellenlänge hat Rot (≈ 650 nm), die kleinste Violett/Blau (≈ 480 nm). (§13.5) - Farbe: Welle = Frequenz
↔ Teilchen = Photonenenergie . Helligkeit: Welle = Amplitude ↔ Teilchen = Anzahl der Photonen. Beide Beschreibungen sind gleichwertig. (§13.6) - Geometrische Optik (
, Strahlen); Wellenoptik ( , Interferenz/Beugung); Quantenoptik (wenige Photonen, hohe Energie/Photon). (§13.7) - Maxwell: Die Störung der Felder durch veränderte Ladungen/Magnetpole breitet sich als Welle aus → EM-Welle; ihre Geschwindigkeit folgt aus zwei rein elektromagnetischen Konstanten:
m/s — exakt die gemessene Lichtgeschwindigkeit, „kann kein Zufall sein" → Licht = EM-Welle (Elektromagnetismus + Optik = Elektrodynamik). Hertz (1888) erzeugte im Experiment Mikrowellen und bestätigte die Vorhersage; Marconi (~1900/01) gelang die erste transatlantische Funkverbindung — die praktische Anwendung. (§13.1) - Gase/Flüssigkeiten haben keine rücktreibende Scherkraft; sie übertragen nur Verdichtungen/Verdünnungen → Schall in Luft ist zwingend longitudinal (im Festkörper gibt es zusätzlich transversale S-Wellen). Licht lässt sich polarisieren — nur eine Transversalwelle hat eine herausfilterbare Schwingungsrichtung → Licht ist transversal. (§13.4)
- Von langwellig nach kurzwellig: Radiowellen → Mikrowellen → Infrarot → sichtbares Licht → Ultraviolett → Röntgen → Gamma. Gemeinsam: Alle sind EM-Wellen und breiten sich im Vakuum mit demselben
m/s aus; sie unterscheiden sich nur in / . Das sichtbare Licht liegt nur im schmalen Band von 400 nm (violett) bis 750 nm (rot). (§13.8) - Durch
und : kurze → hohe → große Photonenenergie . Die hochenergetischen Photonen der kosmischen Strahlung/Höhenstrahlung stehen am energiereichsten Ende, im Gamma-Bereich. (§13.8) - Schall = Longitudinalwelle aus Druckschwankungen in einem Medium; in Luft
m/s. Ton = reine Sinusschwingung (eine Frequenz); Klang = periodisch, Grundton + Obertöne; Geräusch = nicht-periodisch (Frequenzgemisch ohne feste Tonhöhe). (§13.9) - Tonhöhe ↔ Frequenz
, Lautstärke ↔ Amplitude . Dieselbe Note (gleicher Grundton/Tonhöhe) klingt auf zwei Instrumenten verschieden, weil die Obertonzusammensetzung und damit die Klangfarbe unterschiedlich ist. (§13.9) - Weil das Ohr einen riesigen Intensitätsbereich umfasst und Lautstärke logarithmisch empfindet → Schallpegel in dB,
. Grob: 0 dB = Hörschwelle, ~120 dB = Schmerzgrenze (+10 dB = 10-fache Intensität). (§13.9)